Achtsame Adventszeit – Wie ich gelernt habe, bei mir selbst anzukommen
- Gitti Globig
- 25. Nov. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Mein früherer Blick auf die Adventszeit

Als meine Jungs klein waren, war die Adventszeit für mich vor allem eines: hektisch. Ich wollte alles perfekt machen – das Haus dekorieren, es gemütlich und ordentlich haben, damit meine Familie sich wohlfühlt. Ich wollte, dass die Adventszeit besonders wird, wie ich es selbst aus meiner Kindheit kannte und auch immer aufregend fand.
Doch manchmal wusste ich gar nicht mehr, wo mir der Kopf stand. Der Tag war von morgens bis abends vollgepackt, und an manchen Tagen bin ich dann abends nur noch ins Bett gefallen. Die Besinnlichkeit der Adventszeit, wie gemeinsames Kekse backen oder Adventskaffee mit der Familie oder Freunden, blieb oft auf der Strecke. Rückblickend sehe ich auch, dass ich damals gar keine achtsamen Momente für mich selbst eingeplant habe.
Dankbarkeit war damals ein Konzept, was noch gar nicht bewusst praktiziert wurde und mir daher fremd war. Man war einfach zufrieden mit dem, was man hatte :-). Ich war so darauf fokussiert, alles für meine Familie stimmig und schön zu machen, dass ich gar nicht daran dachte, zwischendurch mal innezuhalten und die kleinen Momente bewusst zu genießen.
Wie ich die Adventszeit neu entdeckt habe
Doch mit der Zeit habe ich erkannt, dass ich in all dem Perfektionismus etwas Entscheidendes übersehen habe: mich selbst.
Heute, mit mehr Reife und einem bewussteren Blick, sehe ich die Adventszeit ganz anders. Es ist nicht wichtig, die perfekten Geschenke zu haben oder einen perfekten Plan für die Feiertage aufzustellen. Was wirklich zählt, ist Zeit. Zeit, die man bewusst miteinander verbringt. Zeit, die man sich selbst schenkt, um innezuhalten und die Adventszeit in ihrem Kern zu spüren: als eine Zeit der Ruhe, Besinnung, Verbindung und Vorbereitung auf das neue Jahr.

3 Tipps für eine achtsame Adventszeit
„Die Adventszeit erinnert uns daran, dass es nicht die materiellen Dinge sind, die zählen, sondern die Menschen, die unser Herz berühren.“
Wenn du dir wünschst, die Adventszeit in diesem Jahr bewusster zu erleben, probiere doch diese kleinen Veränderungen aus:
Mini-Pausen einplanen: Plane bewusst kleine Pausen in deinem Alltag ein. Nur fünf Minuten reichen, um tief durchzuatmen, mit einer Tasse Tee/Kaffee zu genießen oder einfach die Stille um dich herum wahrzunehmen. Diese Momente helfen dir, dich zu erden und wieder zu dir selbst zu finden.
Dankbarkeit üben: Heute bin ich dankbar für die kleinen Momente, die ich oft übersehen habe:
Die Schönheit der geschmückten Wohnung,
Die Lichter und Düfte der Kerzen,
Die gemütliche Stimmung mit einer Tasse Tee, einer kuscheligen Decke auf dem Sofa und meiner Katze Maya.
Dankbarkeit hilft mir, innezuhalten und den Zauber der Adventszeit wirklich zu spüren.
Gemeinsame Zeit verschenken: Statt dich in den Trubel der Geschenkejagd zu stürzen, schenke gemeinsame Erlebnisse. Ein Spaziergang, einen gemeinsamen Mädelsabend, ein selbstgeschriebener Brief oder eine liebevolle Geste sind oft viel wertvoller als materielle Dinge.
Mein größter Wunsch
„Das größte Geschenk, das wir einander machen können, ist Zeit – Zeit für Gespräche, Zeit für ein Lächeln, Zeit füreinander.“
Ab meinem 60. Lebensjahr wurde mir eines ganz klar: Das schönste Geschenk ist Zeit. Gerade wenn die eigenen Kinder erwachsen und beruflich stark eingebunden sind, ist es ein richtig wertvolles Geschenk, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man liebt, und Momente zu schaffen, die das Herz berühren.
Deshalb hatte ich mir zu diesem Geburtstag 1 Woche Zeit von allen gewünscht, damit wir sie zusammen verbringen konnten. Und soll ich euch etwas sagen? Ich bereue keine einzige Minute davon.
Für die Adventszeit – und auch für das kommende Jahr – wünsche ich mir genau das: Zeit und Ruhe mit den Menschen, die mir am Herzen liegen zu genießen. Bewusst die schönen Momente miteinander zu erleben, sich darüber auszutauschen und dankbar für das zu sein.
Wie gestaltest du deine Adventszeit? Hast du einen besonderen Tipp oder einen Wunsch für diese Zeit? Teile es gerne mit mir – ich freue mich darauf, von dir zu lesen.



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