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Vor zwei Tagen hatte ich Geburtstag. Meine zukünftige Schwiegertochter fragte mich, was ich mir für mein neues Lebensjahr wünsche, und eigentlich hätte ich jetzt etwas wunderbar Besinnliches antworten können. Gesundheit natürlich, Glück, schöne Momente, all die Dinge, die wir uns eben wünschen. Stattdessen standen mir morgens beim Blick in den Spiegel die Haare dermaßen zu Berge, dass meine Antwort ziemlich schnell feststand: Das wird ein wildes Jahr. Und ein bisschen Abenteuer darf bitte auch dabei sein.


Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir dieser Wunsch. Ich bin 64 geworden, habe gerade mein Buch „Die Löwin auf der Bettkante“ fertig geschrieben, das am 15. September veröffentlicht wird, und könnte mich jetzt gemütlich zurücklehnen und sagen: geschafft. Gleichzeitig könnte ich aber auch anfangen, das nächste Buch zu schreiben. Und irgendwie ist das doch ein ziemlich schönes Bild für unser Leben. Nur weil ein Kapitel abgeschlossen ist, bedeutet das schließlich nicht, dass die spannendsten Seiten bereits hinter uns liegen.


In meinem Kopf entstehen gerade viele Gedanken darüber, wie die kommenden Jahre aussehen könnten. Ich möchte reisen, andere Landschaften sehen, andere Menschen und Lebensweisen kennenlernen, mich von neuen Orten inspirieren lassen und zwischendurch auch einmal nicht wissen, was mich hinter der nächsten Ecke erwartet. Dabei möchte ich gar nicht alles hinter mir lassen oder mein bisheriges Leben gegen ein vollkommen anderes eintauschen. Ich mag vieles von dem, was zu meinem Leben gehört. Aber muss das bedeuten, dass ich die nächsten Jahre genauso verbringe wie die vergangenen?


Was, wenn ich mein Leben nochmal auf den Kopf stelle?


Wir kennen diese Geschichten von Menschen, die nach einer Trennung plötzlich alles verändern. Frauen kaufen oder mieten sich einen Bulli und fahren los, andere ziehen in eine neue Stadt, beginnen noch einmal eine Ausbildung, reisen allein oder verwirklichen einen Wunsch, den sie jahrelang vor sich hergeschoben haben. Oft bewundern wir ihren Mut, und gleichzeitig entsteht schnell der Eindruck, dass es erst einen großen Einschnitt braucht, bevor wir uns erlauben dürfen, unser eigenes Leben noch einmal neu zu betrachten.


Aber warum eigentlich?


Warum muss erst etwas wegbrechen, damit etwas Neues entstehen darf? Warum braucht es erst eine Trennung, eine Krise, den Renteneintritt oder einen anderen großen Einschnitt, bevor wir uns fragen, was wir eigentlich noch erleben möchten? Wir dürfen doch auch mitten in einem Leben, das grundsätzlich in Ordnung ist, feststellen, dass wir neugierig geworden sind.


Vielleicht möchte ich gar nicht aus meinem Leben aussteigen.

Vielleicht möchte ich einfach noch ein bisschen mehr hinein.


Ich liebe beispielsweise Fuerteventura und werde diese Insel deshalb nicht plötzlich weniger lieben, nur weil mich auch andere Orte interessieren. Aber vielleicht müssen es in Zukunft nicht immer mehrere Wochen dort sein. Vielleicht reichen zehn Tage, bevor ich weiterziehe und mir einen Ort anschaue, an dem ich noch nie gewesen bin. Etwas Neues zu wollen bedeutet schließlich nicht, dass das Vertraute plötzlich seinen Wert verliert.


Ich möchte nicht aufhören, das zu lieben, was ich kenne. Ich möchte anfangen, auch das kennenzulernen, was ich noch nicht kenne.


Wie lange wollen wir eigentlich auf „später“ warten?


Viele von uns sind mit einer ziemlich klaren Vorstellung vom Leben groß geworden. Wir gehen zur Schule, lernen einen Beruf, arbeiten, kümmern uns um Familie, Verpflichtungen und Alltag und irgendwann kommt die Rente. Dann haben wir Zeit. Dann reisen wir. Dann machen wir all die Dinge, für die vorher angeblich kein Platz war.

Nur ist dieses „irgendwann“ inzwischen ganz schön weit nach hinten gerutscht. Für Menschen ab dem Geburtsjahrgang 1964 liegt die reguläre Altersgrenze bei 67 Jahren. Gleichzeitig arbeiten in Deutschland Millionen Menschen zwischen 55 und 64 Jahren weiterhin. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die teilweise seit Jahrzehnten arbeiten, Verantwortung tragen und sich fragen, wie lange ihre Kraft noch reicht.

Natürlich bedeutet das nicht, dass wir mit 55 alles hinschmeißen und einen Bulli bestellen müssen. Es bedeutet für mich etwas anderes:

Ich möchte mein Leben nicht ausschließlich auf ein später verschieben, von dem ich heute noch gar nicht weiß, wie es aussehen wird.

Gerade wenn sich Lebenssituationen verändern, tauchen diese Fragen häufig ganz von selbst auf. Nach einer Trennung, in einer Phase großer Erschöpfung, beim Übergang in die Rente, nach einer gesundheitlichen Veränderung, wenn die Kinder ihre eigenen Wege gehen oder wenn wir plötzlich merken, dass das, was viele Jahre gut zu uns gepasst hat, heute nicht mehr dasselbe Gefühl auslöst.


Solche Veränderungen müssen nicht ausschließlich Verlust bedeuten. Sie können auch eine Einladung sein, das eigene Leben noch einmal mit anderen Augen anzuschauen.


Sechs Jahre können verdammt viel Leben sein


Mein Ex-Mann wird im nächsten Monat 70. Als ich darüber nachgedacht habe, ist mir plötzlich aufgefallen: Ich bin gerade 64 geworden. Bis zu meinem 70. Geburtstag liegen sechs Jahre vor mir.


Und auf einmal fand ich diese Zahl überhaupt nicht erschreckend, sondern ziemlich aufregend.


Was könnte ich in sechs Jahren alles sehen? Welche Menschen könnte ich kennenlernen? Welche Landschaften könnten mich noch sprachlos machen? Welche Geschichten könnte ich schreiben? Welche Entscheidungen könnte ich treffen, von denen ich heute noch überhaupt nichts ahne?


Sechs Jahre sind nicht einfach die Zeit zwischen 64 und 70. Es sind 72 Monate voller Möglichkeiten.


Natürlich meldet sich bei solchen Gedanken auch die andere Seite. Darf ich mein Leben einfach verändern? Was lasse ich zurück? Was denken Menschen, die mich kennen? Halten sie mich womöglich für vollkommen bekloppt? Ein Teil davon interessiert mich inzwischen herzlich wenig. Trotzdem gibt es eine Frage, die mich durchaus beschäftigt:


Muss ich ein schlechtes Gewissen gegenüber den Menschen haben, die mich über viele Jahre begleitet haben?


Gegenüber Menschen, mit denen ich ein Stück meines Lebens geteilt habe, die für mich da waren, mich unterstützt haben und mit denen mich viele schöne Erinnerungen verbinden? Gegenüber meiner Familie, meinen erwachsenen Kindern oder meiner Mutter? Ich glaube nicht. Dankbarkeit für das, was Menschen miteinander verbindet oder miteinander erlebt haben, bedeutet nicht, dass wir deshalb für den Rest unseres Lebens dieselben Wege gehen müssen. Wir dürfen einander lieben, miteinander verbunden bleiben und trotzdem unser eigenes Leben weiterentwickeln.


Meine Söhne sind erwachsene Männer und führen längst ihr eigenes Leben. Meine Mutter hat mit 82 Jahren ihren eigenen Alltag, ihre Wünsche, ihre Reisen und ihre Entscheidungen. Natürlich sind sie ein wichtiger Teil meines Lebens und natürlich denke ich darüber nach, was meine Entscheidungen für Menschen bedeuten, die ich liebe. Das gehört für mich zu Verbundenheit und Verantwortung.

Aber mein Leben gehört trotzdem mir.


Ich glaube, genau darin liegt für viele Frauen eine der großen Herausforderungen eines neuen Lebensabschnitts. Wir haben jahrzehntelang Verantwortung getragen, uns gekümmert, begleitet, unterstützt und unser Leben mit anderen Menschen verwoben. Wenn wir dann irgendwann wieder stärker danach fragen, was wir selbst noch erleben möchten, kann sich das beinahe egoistisch anfühlen. Dabei ist es etwas vollkommen anderes, Menschen rücksichtslos zurückzulassen oder sich selbst zu erlauben, das eigene Leben weiterzuleben.


Ich muss niemanden weniger lieben, damit ich neugierig auf etwas Neues sein darf. Ich muss das bisherige Leben nicht schlechtreden, um mir ein anderes Drumherum zu wünschen. Und ich muss mich auch nicht dafür entschuldigen, dass meine Wünsche heute andere sind als vor zehn oder zwanzig Jahren. Rücksichtnahme, Liebe und Verbundenheit dürfen bleiben, aber sie müssen nicht bedeuten, die eigenen Wünsche vorsorglich in eine Schublade zu legen.


Du musst dein bisheriges Leben nicht ablehnen, um dir für deine Zukunft etwas Neues zu wünschen.


Was wäre denn dein Abenteuer?



Abenteuer muss übrigens überhaupt nichts mit einem Bulli, einem One-Way-Ticket oder einer Weltreise zu tun haben. Für einen Menschen bedeutet Abenteuer, allein in ein fremdes Land zu reisen, für einen anderen, zum ersten Mal allein ins Theater zu gehen. Es kann eine neue Liebe sein, eine Weiterbildung, ein Umzug, ein Ehrenamt, ein neues Hobby oder der Entschluss, endlich etwas auszuprobieren, über das man seit Jahren spricht.


Entscheidend ist nicht, wie spektakulär eine Veränderung von außen aussieht. Entscheidend ist, ob sie etwas in dir lebendig werden lässt.


Und manchmal wissen wir noch gar nicht, was dieses Neue sein soll. Auch das ist in Ordnung. Gerade in meiner Arbeit begegne ich Frauen, die nach einer Trennung, während einer Phase der Erschöpfung oder an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt zunächst überhaupt keine fertige Antwort haben. Genau darum geht es auch nicht. Niemand muss heute schon wissen, wie die nächsten zehn Jahre aussehen sollen.


Ein neuer Lebensabschnitt kann viel kleiner beginnen: mit dem bewussten Wahrnehmen dessen, was mir fehlt, wonach ich mich sehne und was wieder mehr Raum in meinem Leben bekommen darf. Dabei kann eine Begleitung helfen, nicht weil jemand anderes die Antworten für mich kennt, sondern weil ein anderer Blickwinkel dabei unterstützen kann, die eigenen Antworten wieder wahrzunehmen.


Eine kleine Seelenzeit für dich


Wenn du magst, nimm dir heute ein paar Minuten und denke einmal nicht darüber nach, was vernünftig wäre, was andere erwarten oder was sich vermutlich umsetzen lässt. Erlaube dir stattdessen, einfach neugierig zu sein:


  • Was möchtest du in den nächsten sechs Jahren noch erleben?

  • Was schiebst du schon lange auf dieses berühmte „irgendwann“?

  • Und was würdest du ausprobieren, wenn du für einen Moment nicht darüber nachdenken würdest, was andere davon halten?



Ich weiß heute noch nicht, wie mein Leben mit 70 aussehen wird. Zum Glück. Denn wie langweilig wäre es bitte, wenn ich jetzt schon jede einzelne Seite kennen würde?

Für mein neues Lebensjahr weiß ich erst einmal nur eines: Meine Haare haben die Richtung vorgegeben. Es darf wild werden, es darf Abenteuer geben, und ich möchte neugierig bleiben auf all das, was ich heute noch gar nicht kenne. Denn wir haben dieses eine Leben. Und ich finde, wir dürfen durchaus ein bisschen gespannt darauf sein, was wir noch daraus machen.


Wenn du gerade selbst an einem Punkt stehst, an dem ein neuer Lebensabschnitt beginnt und du deine eigenen Antworten noch suchst, findest du in meinem Raum Herzsamkeit verschiedene Möglichkeiten, dich ein Stück deines Weges begleiten zu lassen.


Auf meiner Website kannst du dich außerdem für meinen Newsletter anmelden. Als Dankeschön für deine Anmeldung erhältst du Zugang zu meinem kostenlosen 25-seitigen E-Book mit Gedanken, Übungen und Impulsen, die dich auf deinem eigenen Weg begleiten können.


Und natürlich findest du mich auch auf Instagram und Facebook, wo wir uns über genau solche Gedanken austauschen können.


Fühl dich gedrückt.


Deine Gitti 💛

 
 
 

Es gibt Fragen, die wir nicht sofort beantworten können, weil sie etwas in uns berühren, das wir im Alltag lange übersehen haben. Eine davon begegnete mir vor Kurzem wieder, als ich ein Reel für Instagram aufgenommen habe:


Seit wann lebst du eigentlich ein Leben, das gar nicht mehr zu dir gehört?


Im ersten Moment klingt diese Frage beinahe zu groß. Schließlich stehen die meisten von uns nicht morgens auf und entscheiden bewusst, ein fremdes Leben zu führen. Es entwickelt sich viel leiser. Wir übernehmen Aufgaben, kümmern uns um unsere Familie, funktionieren im Beruf, halten Beziehungen zusammen und versuchen, den Erwartungen gerecht zu werden, die von außen oder aus unserem eigenen Inneren an uns herangetragen werden. Was als einzelne Entscheidung beginnt, wird irgendwann zum Alltag, und ehe wir es bemerken, ist kaum noch Raum für die Frage übrig, wie wir selbst eigentlich leben möchten.


Gerade Frauen haben oft früh gelernt, verlässlich zu sein. Sie spüren, was andere brauchen, übernehmen Verantwortung und finden noch irgendwo eine Lösung, selbst wenn ihre eigene Kraft längst nachlässt. Nach außen sieht das häufig beeindruckend aus. Im Inneren kann jedoch ein Gefühl entstehen, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Das Leben läuft weiter, doch es fühlt sich nicht mehr richtig lebendig an. Es ist eher ein tägliches Überleben zwischen Verpflichtungen, Terminen und dem Versuch, alle Bereiche irgendwie zusammenzuhalten.


Wenn Wissen allein noch nichts verändert


Viele Frauen, mit denen ich spreche, haben bereits viel über sich verstanden. Sie haben Bücher gelesen, Podcasts gehört, Seminare besucht oder sich mit Achtsamkeit, Glaubenssätzen und alten Mustern beschäftigt. Sie wissen, weshalb sie so häufig Ja sagen, obwohl sie Nein meinen, warum sie sich für andere verantwortlich fühlen und weshalb es ihnen so schwerfällt, sich selbst an die erste Stelle zu setzen.


Dieses Wissen ist wertvoll, denn Verstehen öffnet eine Tür. Das Leben verändert sich jedoch nicht allein dadurch, dass wir wissen, was hinter dieser Tür liegt. Es verändert sich, wenn wir beginnen, unsere Entscheidungen, Gewohnheiten und unseren Alltag an dem auszurichten, was wir erkannt haben.


Auch ich habe gelernt, dass Veränderung nicht an einem einzigen Tag entsteht. Eine Erkenntnis kann uns wachrütteln, doch danach beginnt ein Weg, auf dem wir immer wieder bewusst wahrnehmen, innehalten und neue Entscheidungen treffen. Das braucht Übung, Geduld und die Bereitschaft, auch dann dranzubleiben, wenn wir zwischendurch wieder in ein vertrautes Muster zurückfallen.


Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

Wie möchte ich eigentlich leben?


Ebenso wichtig ist die Frage:

Was bin ich bereit, heute anders zu machen, damit dieses Leben überhaupt entstehen kann?


Zwischen Erschöpfung und dem Wunsch nach einem anderen Leben


Wenn du die Frau bist, die nach außen stark wirkt, während sie sich im Inneren schon lange erschöpft fühlt, dann kennst du möglicherweise diesen Widerspruch. Du bekommst deinen Alltag weiterhin hin, erledigst deine Aufgaben und bist für andere da, doch irgendwo dazwischen ist die Verbindung zu dir selbst leiser geworden.


Wenn du jeden Tag für deine Familie, deine Partnerschaft, deinen Beruf und all die Menschen in deinem Umfeld funktionierst, obwohl du dich nach Ruhe, Leichtigkeit und Klarheit sehnst, dann reicht es irgendwann nicht mehr, nur zu wissen, dass du besser auf dich achten solltest.


Wenn du bereits verstanden hast, warum du immer wieder in dieselben Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen gerätst, und trotzdem bemerkst, dass du allein nur schwer einen neuen Weg findest, dann bedeutet das nicht, dass du zu wenig weißt oder nicht stark genug bist. Es kann bedeuten, dass du einen geschützten Raum brauchst, in dem du nicht weiter funktionieren musst und deine Gedanken einmal in Ruhe sortieren darfst.


Genau dafür biete ich meine persönliche Begleitung für Frauen ab 40 an, die sich emotional oder körperlich erschöpft fühlen, ihr bisheriges Leben hinterfragen und spüren, dass sie nicht mehr nur überleben, sondern wieder bewusster leben möchten.


Begleitung bedeutet nicht, dass dir jemand deinen Weg vorgibt


Ich glaube nicht daran, dass ein Coach einem Menschen sagen sollte, wie er sein Leben zu führen hat. Auch in meiner Begleitung werde ich dir nicht erklären, welche Entscheidung die richtige ist, welche Beziehung du beenden, welchen Beruf du wählen oder welchen nächsten Schritt du gehen sollst. Dein Leben gehört dir, und deshalb müssen auch die Antworten zu dir passen.


Meine Aufgabe besteht darin, dir zuzuhören, Fragen zu stellen und gemeinsam mit dir auf das zu schauen, was sich im Alltag häufig hinter Erschöpfung, Selbstzweifeln und alten Gewohnheiten versteckt. Ich kann dir neue Blickwinkel und Möglichkeiten anbieten, doch du entscheidest selbst, was sich für dich stimmig anfühlt und welchen Schritt du gehen möchtest.


Die Antworten trägt ein Mensch häufig bereits in sich. Unter dem Lärm des Alltags, dem ständigen Funktionieren und den Erwartungen anderer sind sie nur nicht immer leicht zu hören. Eine Begleitung nimmt dir deinen Weg nicht ab, kann dir jedoch dabei helfen, deine eigene innere Stimme wieder wahrzunehmen und den Mut zu finden, dich nach ihr auszurichten.



Welche Form der Begleitung passt gerade zu dir?


Veränderung braucht nicht für jede Frau denselben Rahmen. Manche wünschen sich zunächst Klarheit zu einem bestimmten Thema, andere stehen an einem Punkt, an dem sie eine intensivere Begleitung über einen längeren Zeitraum benötigen.


Für einen ersten konzentrierten Blick auf deine Situation gibt es meinen dreiwöchigen Klarheitsprozess. Mithilfe eines begleitenden Workbooks kannst du deine Gedanken sortieren, herausfinden, was dich gerade beschäftigt, und erste neue Perspektiven entwickeln.


Wenn du dir einen persönlichen und zeitlich überschaubaren Einstieg wünschst, bietet dir meine Drei-Tage-Begleitung Raum für intensive Gespräche. Wir schauen gemeinsam auf dein aktuelles Thema, auf die Gedanken und Muster, die damit verbunden sind, und darauf, welche Möglichkeiten sich daraus für dich ergeben können.


Meine dreimonatige persönliche Begleitung richtet sich an Frauen, die bereit sind, ihr Leben nachhaltig zu verändern. Drei Monate schenken uns die Zeit, nicht nur eine einzelne Situation anzuschauen, sondern wiederkehrende Muster bewusst wahrzunehmen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und das Erkannte Schritt für Schritt im Alltag zu verankern. Dabei geht es nicht um Selbstoptimierung oder darum, aus dir einen anderen Menschen zu machen. Es geht darum, wieder näher an die Frau heranzukommen, die du unter all den Verpflichtungen und Erwartungen längst bist.


In meinem Herzsamkeit-Raum darfst du ankommen, ohne dich erklären oder beweisen zu müssen. Du bekommst keine fertige Anleitung für dein Leben, sondern eine Begleitung, in der Ruhe, Achtsamkeit, ehrliche Fragen und neue Blickwinkel ihren Platz haben. So können Gedanken entstehen, die wieder zu dir gehören, und Träume Raum bekommen, die im Alltag lange zu leise waren.


Was geschieht, wenn du nichts veränderst?


Natürlich kannst du versuchen, deinen Weg weiterhin allein zu gehen. Vieles wirst du auch allein erkennen und bewältigen können. Die ehrlichere Frage ist jedoch, ob sich das, was dich heute erschöpft, tatsächlich verändert, wenn du morgen wieder genauso weitermachst wie bisher.


Wie lange möchtest du noch warten, bis mehr Ruhe in dein Leben kommt? Wie lange möchtest du deine Wünsche auf später verschieben, weil andere Menschen, Aufgaben oder Verpflichtungen gerade wichtiger erscheinen? Und wie würde sich dein Leben in einem Jahr anfühlen, wenn sich nichts verändert hat?


Solche Fragen sollen keinen Druck erzeugen. Sie können uns jedoch dabei helfen, ehrlich hinzuschauen. Denn Veränderung beginnt nicht erst mit einer großen Entscheidung. Sie beginnt in dem Moment, in dem wir aufhören, unsere Unzufriedenheit kleinzureden, und anerkennen, dass wir uns ein anderes Lebensgefühl wünschen.


Drei Fragen für deine Seelenzeit


💛 Wo in deinem Leben funktionierst du nur noch, obwohl du dich nach mehr Ruhe und Lebendigkeit sehnst?


💛 Was möchtest du nicht länger nur verstehen, sondern endlich in deinem Alltag verändern?


💛 Was hält dich bisher davon ab, dir Unterstützung zu erlauben?


Dein nächster Schritt darf zu dir passen


Du musst heute noch nicht wissen, welcher Weg für dich der richtige ist. Du darfst zunächst spüren, wo du gerade stehst und welche Form von Unterstützung dir guttun könnte. Entscheidend ist nicht, dass du sofort dein gesamtes Leben veränderst. Entscheidend ist, dass du deine Sehnsucht nach einem anderen Lebensgefühl nicht länger überhörst.


Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst und wissen möchtest, welche Begleitung zu deiner aktuellen Situation passt, dann schreib mir gerne persönlich oder buch dir direkt einen unverbindlichen Gesprächsmoment mit mir. In einem ersten Austausch können wir gemeinsam schauen, was du gerade brauchst und ob meine Art der Begleitung für dich stimmig ist.


Über meinen Newsletter erhältst du außerdem regelmäßig neue Seelenzeit-Gedanken, Reflexionsfragen und Impulse für deinen Alltag. Als Dankeschön für deine Anmeldung bekommst du den Zugang zu meinem kostenlosen, 25-seitigen E-Book, das dich mit ersten Gedanken und Übungen dabei unterstützt, wieder bewusster bei dir anzukommen.


Weitere Einblicke in meine Arbeit und Informationen zu meinen Angeboten findest du auf meiner Website. Auf Instagram und Facebook teile ich regelmäßig persönliche Gedanken, kleine Beobachtungen aus dem Alltag und Impulse rund um Erschöpfung, Achtsamkeit und Veränderung. LinkedIn darf als weiterer Ort hinzukommen, an dem ich meine Arbeit und meinen eigenen beruflichen Weg sichtbarer mache.


Das Leben verändert sich nicht, wenn wir mehr wissen. Es verändert sich, wenn wir beginnen, uns danach auszurichten.

Fühl dich gedrückt.


Gitti 💛

 
 
 

„Ich freue mich unglaublich auf einen gemeinsamen Kurzurlaub.

In meinem Kopf war eigentlich schon alles fertig. Ich sah uns morgens gemütlich frühstücken, lange Spaziergänge machen, gemeinsam essen gehen und einfach einmal den Alltag hinter uns lassen."


(Dachte sie.)


Wahrscheinlich kennst du das auch. Kaum freuen wir uns auf etwas, beginnt unser Kopf, kleine Geschichten zu schreiben. Wir malen uns aus, wie ein Abend verlaufen könnte, wie sich ein Gespräch entwickeln wird oder wie sich ein besonderer Moment anfühlen könnte.


Ich glaube, genau dort entstehen Erwartungen. Nicht, weil wir etwas von anderen verlangen möchten, sondern weil wir uns nach etwas Schönem sehnen. Für mich sind Erwartungen deshalb wie kleine selbstgeschriebene Märchen im Kopf. Sie erzählen von unseren Wünschen, unseren Hoffnungen und manchmal auch von unserer Sehnsucht. Daran ist überhaupt nichts falsch. Im Gegenteil. Sie zeigen uns, was uns wichtig ist.


Schwieriger wird es erst, wenn das Leben plötzlich einen anderen Weg einschlägt.

Der Kurzurlaub findet nicht statt. Ein gemeinsamer Abend wird abgesagt. Das Telefon klingelt nicht. Der Mensch, auf den wir uns gefreut haben, kommt erschöpft nach Hause oder ist mit seinen Gedanken ganz woanders. Plötzlich passt die Wirklichkeit nicht mehr zu dem kleinen Märchen, das wir uns vorher ausgemalt haben.


Auch ich hätte früher wahrscheinlich gedacht, dass der andere mir diesen schönen Moment genommen hat. Heute sehe ich das anders. Natürlich wäre ich auch heute noch traurig, wenn etwas nicht so kommt, wie ich es mir gewünscht habe. Gefühle verschwinden nicht einfach, nur weil wir achtsamer leben. Der Unterschied besteht darin, dass ich sie heute bewusst wahrnehme, ihnen ihren Platz gebe und mich anschließend frage:

Was brauche ich jetzt?


Genau diese Frage verändert oft mehr, als wir zunächst glauben.


Wenn ein geplanter Termin ausfällt, mache ich es mir im Winter mit einer Tasse Tee und einem guten Buch gemütlich. Im Sommer zieht es mich nach draußen. Ich gehe spazieren, setze mich mit einem Kaffee in die Sonne oder nutze die freie Zeit für etwas, das schon länger auf mich wartet. Immer wieder habe ich erlebt, dass aus einer zunächst enttäuschenden Situation etwas Neues entstehen konnte. Eine gute Idee. Ein schönes Gespräch. Ein Moment der Ruhe. Oder einfach das Gefühl, mir selbst etwas Gutes getan zu haben.


Am Ende ist nicht entscheidend, dass etwas anders gekommen ist als geplant.

Entscheidend ist, was wir daraus machen.


Diese Haltung begleitet mich inzwischen nicht nur in Beziehungen. Natürlich wünsche ich mir auch, dass Menschen mein Coaching finden oder sich für meine Arbeit interessieren. Ich könnte mir vorstellen, wie viele Klientinnen sich in einem Monat melden oder welche Projekte entstehen sollen. Doch auch das wären zunächst einmal kleine Geschichten in meinem Kopf.


Heute richte ich meinen Blick lieber auf das, was bereits da ist. Wenn ich auch nur einen einzigen Menschen begleiten darf und dadurch etwas in seinem Leben in Bewegung kommt, erfüllt mich das mit großer Dankbarkeit. Und wenn es einmal ruhiger ist, frage ich mich nicht mehr, warum etwas nicht passiert ist, sondern was ich heute tun kann, damit Menschen überhaupt die Möglichkeit haben, mich kennenzulernen.


Ich glaube, genau darin liegt ein großer Unterschied.

Nicht unsere Erwartungen verändern unser Leben.

Unser Umgang mit ihnen schon.


Auch in Beziehungen hat sich mein Blick dadurch verändert. Natürlich wünsche ich mir Nähe, gemeinsame Zeit oder einen Menschen, der mich versteht. Gleichzeitig weiß ich heute, dass jeder seine eigene Art hat, Liebe zu zeigen. Nicht jeder kann in dem Moment genau das geben, wonach ich mich gerade sehne. Das bedeutet nicht automatisch, dass ich ihm gleichgültig bin. Es bedeutet lediglich, dass seine Möglichkeiten, seine Gefühle oder seine Aufmerksamkeit in diesem Augenblick woanders liegen.


Allein diese Erkenntnis hat mir viel Ruhe geschenkt. Ich muss meine Wünsche deshalb nicht aufgeben. Ich darf traurig sein, wenn etwas anders kommt als erhofft. Gleichzeitig darf ich den anderen Menschen so sein lassen, wie er gerade ist. Genau dort entsteht für mich Freiheit – für den anderen und auch für mich selbst.


🌿 Ein interessanter Gedanke


Erwartungen sind nichts Schlechtes.

Sie entstehen dort, wo uns etwas wichtig ist.

Enttäuschungen entstehen häufig erst dann, wenn wir unsere Vorstellung mit der Wirklichkeit verwechseln.


Vielleicht lohnt es sich deshalb, sich hin und wieder zu fragen:

Welche Geschichte habe ich mir gerade erzählt und welche Geschichte schreibt das Leben stattdessen?


Drei Fragen für deine Seelenzeit


💛 Welche Erwartung hat dich in letzter Zeit besonders beschäftigt?


💛 War es wirklich der Mensch, der dich enttäuscht hat – oder eher die Geschichte, die du dir vorher ausgemalt hattest?


💛 Was könnte entstehen, wenn du den Moment annimmst, so wie er gerade ist?


🌿 Vielleicht schenkst du dir heute noch ein paar Minuten Seelenzeit.


Wenn dich diese Gedanken berührt haben und du dir regelmäßig kleine Impulse für mehr Ruhe, Klarheit und bewusste Wahrnehmung wünschst, dann lade ich dich herzlich in meinen Newsletter ein.


Als kleines Dankeschön wartet dort mein kostenloses E-Book auf dich. Es begleitet dich mit liebevollen Gedanken und ersten Übungen dabei, wieder mehr bei dir selbst anzukommen und neue Blickwinkel für deinen Alltag zu entdecken.


Auf meiner Website findest du weitere Seelenzeiten, Informationen zu meinem Coaching und viele Gedanken, die dich auf deinem Weg begleiten dürfen. Auch auf Instagram, Facebook und LinkedIn teile ich regelmäßig kleine Impulse, Geschichten aus dem Alltag und Anregungen für mehr Gelassenheit und innere Ruhe.


Und wenn du das Gefühl hast, dass dich bestimmte Muster schon lange begleiten und du sie nicht länger alleine sortieren möchtest, begleite ich dich gerne ein Stück auf

deinem Weg.


Ich freue mich darauf, von dir zu lesen.


Fühl dich herzlich gedrückt.


Deine Gitti 💛

 
 
 
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