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„Freue mich!“

Wie oft hast du diese zwei Wörter schon unter eine Nachricht geschrieben? Wir verabreden uns zum Kaffee, planen ein gemeinsames Essen, einen Ausflug oder ein Wochenende und tippen zum Abschluss ganz selbstverständlich: „Freue mich!“ Ein Herzchen dahinter, ein lachendes Gesicht oder zwei Hände, die vorsorglich schon einmal Konfetti werfen.

Aber spürst du in diesem Moment tatsächlich etwas?


Ich meine nicht, ob du den Termin nett findest oder weißt, dass der Abend bestimmt schön wird, sondern dieses echte Gefühl von Vorfreude. Dieses kleine Kribbeln, eine Leichtigkeit oder ein Lächeln, das plötzlich auftaucht, obwohl das, worauf du wartest, noch gar nicht begonnen hat. Oder ist „Freue mich!“ inzwischen genauso selbstverständlich geworden wie „Liebe Grüße“?


Ich habe darüber in den vergangenen Tagen nachgedacht und dabei gemerkt, dass diese Frage viel größer ist, als sie zunächst klingt. Natürlich freuen wir uns auch als Erwachsene noch auf einen Urlaub, ein Treffen mit einem Herzensmenschen, einen Geburtstag, ein Konzert, eine Reise oder auf den Moment, in dem ein anstrengendes Projekt abgeschlossen ist. Und trotzdem fühlt sich diese Freude häufig anders an als früher.


Weißt du noch, wie sich Vorfreude als Kind angefühlt hat?


Als Kind musste uns niemand erklären, dass wir uns auf etwas freuten, denn man sah es uns an. Wir zählten, wie oft wir noch schlafen mussten, bis die Ferien begannen, wollten wissen, wann endlich Weihnachten ist, wann es in den Urlaub geht oder der eigene Geburtstag kommt. Ein Ausflug konnte schon Tage vorher aufregend sein und die Aussicht auf sechs Wochen Sommerferien fühlte sich ungefähr so an, als läge die gesamte Welt vor uns. Ob alles genauso stattfinden würde, wie wir es uns ausgemalt hatten, spielte dabei kaum eine Rolle.


Heute planen wir eine Reise und beginnen erst einmal mit einer Checkliste. Was muss mit? Welche Unterlagen brauchen wir? Ist die Versicherung geklärt? Welche Medikamente gehören ins Gepäck? Brauche ich für mein Reiseziel eine Impfung? Wo parke ich das Auto? Wer kümmert sich währenddessen um alles, was zu Hause bleibt?

Willkommen im Erwachsenenleben. Die Zahnbürste allein reicht offenbar nicht mehr. 😄

Natürlich ist vieles davon vernünftig und notwendig, schließlich tragen wir Verantwortung und möchten gut vorbereitet sein.


Trotzdem kam mir beim Schreiben gerade ein ziemlich verwegener Gedanke:

Warum eigentlich nicht mit einem Rucksack, einer Packung Kekse und grenzenlosem Vertrauen in die Welt losziehen?

Na gut, die Zahnbürste würde ich vermutlich trotzdem einpacken. 😉


Und genau an dieser Stelle wird es interessant. Vorbereitung und Kontrolle sind nämlich nicht dasselbe. Ich kann mich um das kümmern, was tatsächlich in meiner Hand liegt, und trotzdem akzeptieren, dass ich den Verlauf einer Reise, eines Treffens oder meines Lebens nicht im Voraus bestimmen kann.

Vorbereitung gibt mir Sicherheit, Kontrolle verspricht mir Gewissheit und die gibt es nun einmal nicht.

Wann erlaubst du dir eigentlich, dich zu freuen?


Es gibt Pläne, bei denen die Bilder sofort im Kopf entstehen, obwohl längst nicht jedes Detail geklärt ist. Ich kenne das selbst: Da ist eine Idee, ich kann mir vorstellen, wie schön etwas werden könnte, und trotzdem ist die ganz große Vorfreude noch nicht da.

Sie wächst, wenn ein Termin feststeht, etwas gebucht wird, ich meine Sachen zusammensuche und der Koffer irgendwann tatsächlich auf dem Bett liegt. Spätestens wenn ich ins Auto steige oder am Flughafen stehe, verändert sich etwas, denn aus einer Vorstellung wird langsam Wirklichkeit.


Andere Dinge lösen dieses Gefühl viel früher aus, weil sie vertrauter und greifbarer sind. Ich weiß bereits, wie die Sonne dort auf der Haut aussieht, wie das Meer riecht oder wie gut es sich anfühlt, an einem bestimmten Ort anzukommen. Dann beginnt eine Reise in meinem Kopf lange vor der eigentlichen Abfahrt.


Beides ist Freude, nur fühlt sie sich unterschiedlich an. Deshalb interessiert mich viel mehr, wie sie sich bei dir zeigt. Wirst du unruhig und möchtest am liebsten sofort los? Erzählst du jedem davon? Fängst du Wochen vorher an, Dinge bereitzulegen? Musst du lächeln, wenn du daran denkst? Oder wird es in dir eher ruhig und du bemerkst, wie allein die Aussicht auf etwas Schönes deine Schultern ein kleines Stück sinken lässt?

Freude braucht schließlich kein Konfetti, um Freude zu sein.


Bis dahin ist mein Leben keine Wartehalle


Ich kenne auch eine andere Form der Vorfreude sehr gut. Früher waren Urlaube für mich solche Inseln. Natürlich bedeutete eine Reise mit Familie vorher Organisation, Packen und Hektik, aber irgendwann kam dieser wunderbare Moment, an dem alles erledigt war und wir endlich losfuhren. Gemeinsame Zeit, raus aus dem Alltag, etwas anderes sehen und erleben.


Zu meinem letzten runden Geburtstag bin ich mit meiner Familie eine Woche auf Kreuzfahrt gegangen. In diesem Moment war mir das Geld tatsächlich ziemlich egal, denn mir war wichtig, dass wir diese Zeit miteinander verbringen. Genau solche Erinnerungen gehören für mich zu den kostbaren Momenten meines Lebens.

Ich kenne allerdings ebenso den Gedanken, der sich irgendwann einschleicht: Bald ist es vorbei. Danach fahren wir wieder nach Hause, jeder kehrt in seinen Alltag zurück und alles beginnt von vorn.


Und schon warten wir auf die nächste Insel: auf den Urlaub, das Wochenende, Weihnachten, den Geburtstag, den Abschluss eines Projektes oder darauf, dass eine anstrengende Phase endlich vorübergeht.


Während wir auf all das warten, passiert allerdings etwas ziemlich Entscheidendes – unser Leben. Es findet nicht erst statt, wenn der Koffer gepackt ist, und deshalb gefällt mir der Gedanke so sehr, dass mein Leben bis dahin keine Wartehalle sein muss.


Heute merke ich stärker, dass es nicht ausschließlich die großen Ereignisse sind, die mir etwas geben. Heute Morgen lag ich im Bett und konnte im Flur bereits einen Sonnenstrahl sehen. Draußen war dieser wunderschöne Oktobertag gerade erst dabei anzufangen, ich wusste, dass ein freier Tag vor mir lag und später eine Massage, die meinem Körper guttun würde.


Das löst keine Luftsprünge und keine Jubelschreie aus, und vermutlich werde ich dafür auch kein Fotoalbum anlegen. 😉 Trotzdem hat allein die Aussicht darauf etwas in mir ausgelöst: Entspannung. Und genau das erinnert mich daran, dass Vorfreude nicht immer laut sein muss. Sie kann sich genauso gut darin zeigen, dass wir innerlich ein wenig ruhiger werden und denken: Ach, das wird schön.


Wie viel von deiner Freude liegt irgendwo in der Zukunft?



Gibt es in deinem Alltag Dinge, auf die du dich freust, oder beginnt dieses Gefühl erst beim nächsten großen Ereignis? Und wenn du einem Menschen schreibst „Freue mich!“ –was passiert eigentlich in dir, während du diese Worte tippst?


Wir müssen ganz sicher nicht jeden Morgen jubelnd aus dem Bett springen. Es gibt Tage, die fühlen sich nüchtern an, wir sind müde, haben Sorgen oder einen vollen Schreibtisch vor uns. Und es gibt diese ganz normalen Dienstage, an denen das Leben wirklich keinen Preis für außergewöhnliche Dramaturgie gewinnt.


Entscheidend ist für mich etwas anderes: Liegt zwischen all dem, was erledigt, organisiert und geregelt werden muss, noch etwas, bei dessen Gedanken du innerlich sagst: Ach, schön. Darauf freue ich mich.


Das kann der Kaffee mit einer Freundin sein, ein Spaziergang durch den goldenen Oktober, ein Essen, auf das du Lust hast, ein Herzensmensch, zwei freie Stunden, ein Buch neben deinem Bett oder eine Reise, die irgendwann beginnt. Es kann sogar die Aussicht darauf sein, eine Arbeit abzuschließen, weil danach wieder Raum für etwas Neues entsteht.


Und während ich diesen Artikel schreibe, fällt mir noch etwas auf: Ich freue mich auf Mittwoch. Dann wird dieser Text veröffentlicht. Ich freue mich nicht nur darüber, dass wieder ein Artikel fertig ist, sondern bin auch ein bisschen stolz darauf, wie zuverlässig ich inzwischen schreibe und veröffentliche. Aus einem Vorhaben ist etwas geworden, das tatsächlich zu meinem Leben gehört.

Das fühlt sich gut an.


Und dann ist da noch die Sache mit der Kontrolle


Je wichtiger uns etwas ist, desto verlockender wird der Wunsch, vorher zu wissen, dass alles gutgehen wird. Wir planen, prüfen, organisieren und spielen mögliche Szenarien durch, doch irgendwann kommt der Punkt, an dem wir alles getan haben, was tatsächlich in unserer Hand liegt.

Danach beginnt der Teil, den das Leben selbst übernimmt.

Der Urlaub kann anders werden als gedacht, beim Geburtstag sitzt jemand mit schlechter Laune am Tisch, das Wetter hält sich nicht an unsere Planung und ausgerechnet der Nachmittag, für den überhaupt nichts vorgesehen war, wird später der schönste der ganzen Reise. Das Leben unterschreibt uns vorher keine Garantie, und trotzdem dürfen wir uns darauf freuen.


An meinem Schreibtisch hängt ein Satz, der für mich inzwischen weit über seinen ursprünglichen Zusammenhang hinausgeht:

Genieße die Worte. Vertraue den Taten. Und vergiß dabei deine eigenen nicht!

Ich darf eine schöne Idee genießen, ein Wunsch darf Bilder in meinem Kopf entstehen lassen und eine Vision darf mich begeistern, ohne dass ich daraus sofort Gewissheit machen muss. Irgendwann braucht dieses Bild allerdings einen ersten Schritt: Der Termin wird vereinbart, die Reise gebucht, der Anruf gemacht, die Anmeldung abgeschickt oder eine Entscheidung getroffen.


So wird aus einem „Das wäre schön“ nach und nach ein „Ich bin unterwegs.“

Und genau deshalb gehören für mich Freude, Vertrauen und Bewegung enger zusammen, als ich lange gedacht habe.


Was liegt in deinen nächsten sieben Tagen?


Was liegt in den kommenden sieben Tagen vor dir, auf das du dich wirklich freust?

Und wenn dir gerade nichts einfällt, musst du daraus weder ein Problem noch die nächste Aufgabe zur Selbstoptimierung machen. Du kannst dich stattdessen fragen, was du dir selbst in diese Woche hineinlegen willst: einen Spaziergang, ein Treffen, einen freien Nachmittag, dein Lieblingsessen, Musik, einen Ausflug oder den ersten kleinen Schritt in Richtung eines Wunsches, der schon länger in deinem Kopf herumspaziert.

Nicht jeder Tag muss etwas Besonderes sein. Aber wir müssen auch nicht ausschließlich auf die großen Ereignisse warten, um uns lebendig zu fühlen.


Wenn du dabei merkst, dass du schon länger gar nicht mehr so genau weißt, worauf du dich eigentlich freust, was du dir wünschst oder wohin du für dich weitergehen möchtest, musst du die Antworten darauf nicht im Alleingang finden.


In meiner persönlichen Begleitung entsteht genau dafür Raum: für deine Gedanken, deine Wünsche und das, was in deinem Alltag immer wieder untergeht. Nicht damit ich dir sage, welchen Weg du gehen sollst, sondern damit du deinen eigenen wieder klarer sehen und den nächsten Schritt für dich finden kannst.


Wenn du wissen möchtest, ob meine Begleitung gerade zu dir passt, schreib mir gerne persönlich oder buch dir direkt einen unverbindlichen Gesprächsmoment mit mir.

Und bis dahin habe ich eine kleine Frage für dich. Wenn du das nächste Mal unter eine Nachricht „Freue mich!“ schreibst, halte einen Augenblick inne und spüre nach:

Freust du dich wirklich und woran merkst du es?


Fühl dich gedrückt.


Gitti 💛

 
 
 

Sondern: Wie fühlt sich das für dich an?

Es gab Zeiten in meinem Leben, da hätte ich wahrscheinlich ziemlich schnell herausposaunt: „Boah, warum siehst du das denn so eng? Für mich wäre das überhaupt kein Problem.“


Heute denke ich anders darüber, denn irgendwann habe ich verstanden, dass mein Empfinden kein Maßstab für das Empfinden eines anderen Menschen ist. Nur weil mich eine Situation nicht aus der Ruhe bringt, bedeutet das nicht, dass sie einen anderen Menschen nicht tief berühren darf. Und nur weil ich etwas schnell abhaken kann, muss der Mensch neben mir noch lange nicht genauso reagieren.


Heute interessiert mich deshalb viel mehr: „Warum fühlt sich das für dich gerade nicht gut an?“


Nicht, weil ich automatisch derselben Meinung bin oder jedes Gefühl meines Gegenübers nachvollziehen muss, sondern weil ich verstehen möchte, was dieser Mensch gerade erlebt. Im Gespräch entdecke ich dabei durchaus einen Blickwinkel, den ich vorher überhaupt nicht gesehen habe, und denke hinterher: Ach, guck mal. Jetzt verstehe ich zumindest, warum dich das so beschäftigt.


Das verändert eine Menge.


Wir sitzen nicht im selben Kopf


Zwei Menschen erleben dieselbe Situation und reagieren vollkommen unterschiedlich darauf. Der eine schläft am Abend seelenruhig ein, während beim anderen nachts das Gedankenkarussell eine Extraschicht einlegt. Einer möchte sofort reden, ein anderer braucht erst einmal Abstand. Einer wird still, einer weint und der Nächste wird gereizt.

Keiner dieser Menschen ist deshalb falsch.


Wir gehen schließlich nicht unbelastet und mit frisch formatierter Festplatte durchs Leben. Wir bringen unsere Erfahrungen mit, unsere Geschichte, unsere Ängste und Wünsche, unsere Bedürfnisse und all das, was wir irgendwann über uns selbst, über Beziehungen und über das Leben gelernt haben.


Genau deshalb mag ich die Frage „Was stimmt denn nicht mit dir?“ überhaupt nicht. Sie trägt für mich bereits eine Bewertung in sich, denn offenbar müsste mit mir etwas nicht stimmen, nur weil ich gerade anders reagiere, als jemand anderes es von mir erwartet.


Mich interessiert eine andere Frage wesentlich mehr:

Wie fühlt sich das für dich an?

Denn darüber können wir reden.


Mein Körper ist manchmal schneller als mein Kopf


Meine persönliche Eskalationsleiter kenne ich inzwischen ziemlich gut. Wenn mich etwas länger beschäftigt, merke ich es häufig zuerst nachts. Ich wache auf, und während vernünftige Menschen um drei Uhr morgens schlafen, eröffnet mein Kopf eine außerordentliche Sitzung zu sämtlichen Themen, die problemlos bis zum Frühstück hätten warten können.


Sinkt meine Kraft weiter, werde ich gereizter. Und wenn ich anfange, richtig zickig zu werden, ist das bei mir schon kurz vorm Platzverweis. 😁 Meldet sich schließlich auch noch dieses mir bestens bekannte Ziehen im unteren Rücken, weiß ich aus Erfahrung: Meine Energie ist ziemlich weit unten angekommen. Dann hilft kein „Ach, wird schon wieder“. Dann schaue ich hin.


Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Rückenbeschwerden, Schlafprobleme oder andere körperliche Symptome automatisch eine seelische Ursache haben. Unser Körper ist keine Übersetzungstabelle, in der neben jedem Symptom die passende emotionale Erklärung steht, und neue, starke oder anhaltende Beschwerden gehören medizinisch abgeklärt.


Mir geht es um etwas anderes: Mit der Zeit lernen wir uns kennen.

Wir merken, wie wir reagieren, wenn uns etwas beschäftigt, wenn unsere Kräfte schwinden oder wir zu lange über unsere eigenen Grenzen gegangen sind. Bei dir zeigt sich das möglicherweise ganz anders als bei mir. Entscheidend ist nicht, ob dein Körper genauso reagiert wie meiner. Entscheidend ist, ob du seine Signale überhaupt noch bemerkst.


„Krone richten und weiter“ klingt wunderbar. Aber wohin eigentlich?


Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen. Dieser Satz klingt stark, macht sich hervorragend auf Tassen, Postkarten und vermutlich auch auf Sofakissen und hat ganz sicher seine Berechtigung.


Nur mit dem automatischen „weiter“ habe ich inzwischen ein kleines Problem.

Was ist zwischen Hinfallen und Weitergehen passiert? Habe ich überhaupt wahrgenommen, was mich verletzt, erschöpft oder aus der Bahn geworfen hat? Habe ich verstanden, was gerade in mir los ist, oder habe ich meine Krone schnell wieder geradegerückt, damit möglichst niemand merkt, dass darunter ziemliches Chaos herrscht?

Wir verwechseln Stärke erstaunlich schnell mit Funktionieren.

Frauen gelten bis heute gern als emotional, empfindlich oder zickig, während besonders viele Männer älterer Generationen mit der Vorstellung groß geworden sind, stark sein zu müssen und Gefühle möglichst unter Kontrolle zu halten. Für mich passt beides nicht.

Ein Mann darf weinen. Eine Frau darf weich sein. Wir dürfen Angst haben, traurig sein, wütend werden, uns verletzlich zeigen und trotzdem starke Menschen sein.


Weichheit und Stärke sind keine Gegensätze.


Stärke zeigt sich für mich nicht darin, jedes Gefühl möglichst schnell wieder wegzuräumen. Sie zeigt sich auch darin, ehrlich wahrzunehmen: Das hat gerade etwas mit mir gemacht.


Deine Gefühle müssen nicht recht haben, um ernst genommen zu werden


Diesen Satz möchte ich fast zweimal schreiben, weil darin für mich ein entscheidender Unterschied liegt.


Nehmen wir an, ich habe das Gefühl: „Er nimmt mich nicht ernst.“

Dieses Gefühl ist real. Ich spüre Enttäuschung, Wut, Traurigkeit oder Verletzung, und es wäre wenig hilfreich, wenn mir nun jemand erklären würde, dass ich mich gefälligst nicht so fühlen soll.


Trotzdem beweist mein Gefühl noch nicht, dass der andere mich tatsächlich nicht ernst nimmt. Und genau an dieser Stelle wird es interessant:

Wir Menschen sind ausgesprochen begabt darin, Geschichten in unserem Kopf zu schreiben. Wir interpretieren einen Blick, eine Nachricht, ein Schweigen, einen Tonfall oder eine Reaktion und liefern die passende Erklärung gleich mit. Im schlimmsten Fall steht das gesamte Drehbuch längst, während der andere Mensch noch nicht einmal weiß, dass er darin eine Hauptrolle bekommen hat.

Ich kenne meine Geschichte in meinem Kopf. Aber ich kenne noch lange nicht die Geschichte in deinem.

Deshalb ist Kommunikation für mich so wichtig.


Kommunikation beginnt dort, wo Gedankenlesen aufhört


Gerade in Familien und Beziehungen halte ich Kommunikation für einen der wichtigsten Bestandteile überhaupt. Wenn ich eine Zahl nennen müsste, würde ich persönlich wahrscheinlich sagen: Beziehung besteht zu 80 Prozent aus Kommunikation. Das ist keine wissenschaftliche Formel, sondern meine Erfahrung mit dem Leben und mit Menschen.


Erst wenn du mir sagst, was du denkst und fühlst, bekomme ich die Möglichkeit, deine Seite zu verstehen. Und genauso braucht es meine Worte, damit du weißt, was in mir passiert. Solange wir schweigen, füllen wir die Lücken mit unseren eigenen Vermutungen und darin sind wir ausgesprochen kreativ.


Ich fühle mich nicht ernst genommen und denke: Ihm ist egal, was ich sage. Du ziehst dich zurück und in meinem Kopf läuft bereits die Fortsetzung: Er will nichts mit mir zu tun haben. Dabei steckt hinter deinem Rückzug womöglich Überforderung, hinter meiner Gereiztheit eine Sorge und hinter einem Schweigen schlicht das Bedürfnis, erst einmal selbst zu verstehen, was gerade los ist.


Was wirklich dahintersteckt, erfahren wir erst, wenn wir miteinander reden.


Natürlich führt ein Gespräch nicht automatisch dazu, dass zwei Menschen anschließend dieselbe Meinung haben. Das muss es auch gar nicht. Kommunikation schafft zunächst Klarheit darüber, wo der andere steht. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden: Trage ich diese Haltung mit? Passen unsere Vorstellungen noch zusammen? Finden wir einen gemeinsamen Weg oder merken wir, dass unsere Bedürfnisse und Werte inzwischen weit auseinanderliegen?


Gedankenlesen hilft dabei leider nicht. Es würde einige Gespräche erheblich verkürzen, funktioniert aber erstaunlich unzuverlässig. 😁


Achtsamkeit bedeutet für mich nicht, nichts mehr zu bemerken


Im Gegenteil. Ich bemerke heute wahrscheinlich sogar mehr als früher, nur bleibe ich nicht mehr an jeder Wahrnehmung hängen.


Schaut mich jemand merkwürdig an, denke ich durchaus kurz: Was guckt der denn so? Ich registriere den Blick und gehe weiter. Daraus entsteht kein halbstündiger innerer Film darüber, was dieser Mensch von mir hält, warum er so geschaut hat und ob ich irgendetwas getan habe, das seinen Blick erklären könnte.


Darin liegt für mich ein wesentlicher Teil gelebter Achtsamkeit. Ich habe gelernt, bewusster und möglichst wertungsfrei wahrzunehmen, ohne aus allem sofort eine Geschichte zu machen. Dadurch ist die Meinung anderer Menschen über mich in meinem Leben immer unwichtiger geworden.


Gleichzeitig erlebe ich, dass unsere eigene Haltung Einfluss darauf hat, welche Menschen wir wahrnehmen, an uns heranlassen und in unserem Leben behalten. Der eine nennt das Resonanz, der andere Gesetz der Anziehung und ein Dritter rollt bei beiden Begriffen bereits mit den Augen. Das darf er. 😁


Mich interessiert viel mehr, was sich in unserem Leben verändert, wenn wir uns selbst und unserem Gegenüber mit weniger Bewertung und dafür mit mehr Aufmerksamkeit begegnen.


Wenn dich solche Gedanken rund um Achtsamkeit, innere Balance und einen bewussteren Umgang mit dir selbst begleiten, kannst du dir über meinen Newsletter auch mein kostenloses 25-seitiges E-Book holen – als kleine Auszeit und Inspiration für deinen Alltag.


„Andere würden darüber wahrscheinlich lachen“


Säße eine Frau vor mir und würde sagen: „Ich weiß gar nicht, warum mich das so fertig macht. Eigentlich ist doch gar nichts Schlimmes passiert. Andere würden darüber wahrscheinlich lachen“, würde ich die anderen Menschen erst einmal freundlich vor die Tür setzen. Nicht tatsächlich. Das gäbe schlechte Bewertungen. 😁 Gedanklich allerdings schon.


Bevor die vermeintliche Meinung anderer darüber entscheidet, ob ihr eigenes Empfinden berechtigt ist, interessiert mich, was diese Situation mit ihr macht. Denn in dem Moment, in dem wir aufhören, uns für ein Gefühl zu verurteilen, entsteht überhaupt erst die Möglichkeit, genauer hinzuschauen.


Woher kenne ich dieses Gefühl?

Begegnet es mir in ähnlichen Situationen immer wieder?

Reagiere ich gerade ausschließlich auf das, was heute passiert ist, oder wurde etwas berührt, das schon länger zu meiner Geschichte gehört?

Und an welcher Stelle habe ich aufgehört zu beobachten und angefangen, das Drehbuch weiterzuschreiben?


Das sind für mich keine Fragen, die ein Gefühl wegmachen sollen. Sie nehmen es ernst.

Und gleichzeitig machen sie aus einem Gefühl noch keine unumstößliche Wahrheit.

Dein Gefühl braucht keine Mehrheitsentscheidung. Aber es verdient deine Aufmerksamkeit.

Es geht nicht darum, sofort eine Antwort zu haben


Genau an solchen Punkten geraten wir allein schnell ins Kreisen. Derselbe Gedanke kommt zum fünften Mal vorbei, trägt inzwischen nur einen anderen Hut und fühlt sich deshalb kurz wie eine neue Erkenntnis an. 😁


Ein Gespräch mit einem Menschen, der nicht sofort bewertet, keine fertige Lösung über den Tisch schiebt und auch nicht mit einem schnellen „Ich würde an deiner Stelle …“ übernimmt, schafft einen anderen Raum.


Diesen Raum biete ich Frauen auch in meiner persönlichen Begleitung.

Nicht, indem ich mein gesamtes Leben über ihres lege und erkläre, wie sie es ab morgen besser machen sollen. Es geht um ihre Geschichte, ihre Wahrnehmung und ihren nächsten Schritt. Ich höre zu, frage nach und schaue gemeinsam mit ihr auf das, was im Alltag oft untergeht.


Wie tief wir dabei gehen und was daraus entsteht, gehört allerdings nicht in einen Blogartikel. Das gehört in diesen Raum. 😉


Eine kleine Seelenzeit für dich


Ist da gerade ein Gefühl, das du schon eine Weile mit dir herumträgst und immer wieder beiseiteschiebst, weil du meinst, eigentlich keinen ausreichenden Grund dafür zu haben?

Dann lass für einen Moment die Frage weg, ob dein Gefühl vernünftig, angemessen oder für andere nachvollziehbar ist, und schau stattdessen genauer hin:


Wie fühlt sich das gerade für mich an?

Was genau berührt mich daran?

Kenne ich dieses Gefühl aus anderen Momenten meines Lebens?

Und ist ein anderer Mensch Teil dieser Geschichte, kommt für mich noch eine Frage dazu:

Habe ich mit diesem Menschen darüber gesprochen oder habe ich bisher hauptsächlich mit meiner eigenen Geschichte über ihn gesprochen?

Zwischen dem, was wir fühlen, dem, was wir daraus schließen, und dem, was der andere tatsächlich denkt, liegt mitunter eine ganze Welt.

Genau dort lohnt es sich, miteinander zu reden.


Fühl dich gedrückt.


Gitti 💛

 
 
 

Du erzählst jemandem von einer Idee, die schon eine Weile in deinem Kopf herumspukt. Vielleicht möchtest du beruflich noch einmal etwas anderes machen, umziehen, alleine verreisen, eine Ausbildung beginnen, deine Arbeitszeit reduzieren oder dir endlich etwas erlauben, das du schon lange ausprobieren möchtest.


Und dann kommt dieser Blick, den du vermutlich kennst: eine Mischung aus Überraschung, leichter Irritation und der unausgesprochenen Frage, ob bei dir gerade noch alles in Ordnung ist.


„Warum willst du das denn machen?“,

„Was stimmt denn jetzt nicht?“,

„Du hast es doch gut“,

„Und was bringt dir das?“ oder auch der Klassiker: „Hast du dir das wirklich gut überlegt?“


Und ehe du dich versiehst, stehst du mitten in der Verteidigung deiner eigenen Idee, obwohl du eigentlich nur davon erzählen wolltest.


Seit wann brauchen Wünsche eigentlich eine Begründung?


Natürlich dürfen Menschen Fragen stellen. Wer uns nahesteht, interessiert sich für unsere Entscheidungen, macht sich vielleicht Gedanken oder sieht Risiken, die wir in unserer Begeisterung gerade übersehen. Nicht jede kritische Frage ist ein Angriff und nicht jeder skeptische Blick bedeutet automatisch, dass jemand gegen uns ist.


Spannend wird es für mich an einer ganz anderen Stelle, nämlich dann, wenn wir plötzlich das Gefühl bekommen, unsere Antwort müsse überzeugend genug sein, damit wir uns selbst erlauben dürfen, weiterzugehen. Wir sammeln Argumente, erklären und begründen, führen innerlich vielleicht schon Gespräche, die noch gar nicht stattgefunden haben, und überlegen, was Mutter, Partner, Freundin, Kinder, Kollegen oder der Rest der Welt wohl dazu sagen werden.


Dabei könnte die Antwort manchmal erstaunlich schlicht sein: Weil ich es möchte.

Nicht trotzig, nicht rücksichtslos und auch nicht, ohne über mögliche Konsequenzen nachzudenken, sondern einfach deshalb, weil etwas in unserem Leben nicht mehr so gut zu uns passt wie früher oder weil etwas Neues plötzlich sehr gut zu uns passen könnte.


Andere Menschen schauen durch ihre eigene Brille


Wenn jemand unsere Entscheidung nicht versteht, bedeutet das nicht automatisch, dass sie falsch ist. Vielleicht würde dieser Mensch niemals alleine verreisen, braucht sehr viel Sicherheit, während wir gerade ein bisschen Abenteuer brauchen, oder findet einen festen Arbeitsplatz beruhigend, während wir uns dort zunehmend eingeengt fühlen. Vielleicht würde er niemals mit 50, 60 oder 70 noch einmal etwas Neues anfangen, während wir allein bei dem Gedanken daran plötzlich wieder dieses Kribbeln spüren.

Wir bewerten Entscheidungen nun einmal aus dem Leben heraus, das wir selbst kennen, und natürlich gilt das auch andersherum. Was für mich völlig unverständlich erscheint, kann für einen anderen Menschen genau richtig sein. Ich muss nicht denselben Wunsch haben, um anzuerkennen, dass er für jemand anderen wichtig ist.


Wir müssen eine Entscheidung nicht verstehen, um einen Menschen darin ernst zu nehmen.

„Das würde ich an deiner Stelle niemals machen“


Dieser Satz ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit und vielleicht stimmt er sogar. Du würdest es an meiner Stelle niemals machen, aber du bist eben auch nicht an meiner Stelle.


Du hast deine Erfahrungen, deine Ängste, deine Wünsche, deine Vorstellungen von Sicherheit und dein Bild davon, wie ein gutes Leben aussehen sollte, und ich habe meine. Gerade in Familien treffen dabei manchmal sogar unterschiedliche Generationen aufeinander. Was für die eine Generation Sicherheit bedeutete, kann sich für die nächste bereits ganz anders anfühlen, denn Lebensentwürfe verändern sich, Möglichkeiten verändern sich und auch unsere Vorstellungen davon, was wir mit unserem Leben anfangen möchten, bleiben nicht für immer dieselben.


Das bedeutet keineswegs, dass der Rat älterer Menschen nichts wert wäre. Im Gegenteil, Erfahrung kann unglaublich wertvoll sein, nur ist Erfahrung etwas anderes als Entscheidungshoheit.


Ich darf dir zuhören, deine Bedenken ernst nehmen und darüber nachdenken und ich darf anschließend trotzdem anders entscheiden.


Vielleicht steckt hinter dem kritischen Blick sogar Liebe


Das vergessen wir schnell, denn manche Menschen reagieren skeptisch, weil sie uns eine bestimmte Entscheidung tatsächlich nicht zutrauen, während andere genauso reagieren, weil sie Angst haben, dass uns etwas passieren könnte. Eltern möchten ihre Kinder schützen, Partner fürchten vielleicht eine Veränderung, deren Folgen sie noch nicht einschätzen können, und Freunde sehen möglicherweise ein Risiko, das ihnen selbst viel größer erscheint als uns.


Deshalb muss aus einem „Warum willst du das machen?“ nicht sofort ein Kampf werden. Wir können zuhören und trotzdem bei uns bleiben, und vielleicht lautet die erwachsene Antwort manchmal schlicht: „Ich verstehe, dass du dir Gedanken machst. Ich habe sie mir auch gemacht.“


Danach muss kein zwölfseitiger Antrag auf Genehmigung folgen.


Unterstützung bedeutet nicht, alles gutzuheißen


Einen Menschen zu unterstützen bedeutet nicht, jede seiner Entscheidungen großartig finden zu müssen. Wir dürfen anderer Meinung sein, Fragen stellen und sogar sagen, dass wir selbst einen anderen Weg wählen würden. Aber zwischen „Ich sehe das anders“ und „Deshalb solltest du es nicht tun“ liegt ein großer Unterschied.


Vielleicht ist Unterstützung manchmal genau das: einem erwachsenen Menschen zuzutrauen, dass er seinen eigenen Weg finden darf, einschließlich seiner Umwege. Denn auch eine Entscheidung, die sich später als nicht ideal herausstellt, muss nicht automatisch ein Fehler fürs Leben gewesen sein. Wir lernen schließlich nicht ausschließlich aus den Dingen, die hervorragend funktionieren, und manches verstehen wir tatsächlich erst, nachdem wir es ausprobiert haben.


Du musst andere nicht überzeugen, aber dich selbst verstehen



Manchmal hilft es, für einen Moment nicht durch die Augen der anderen auf das eigene Leben zu schauen.
Manchmal hilft es, für einen Moment nicht durch die Augen der anderen auf das eigene Leben zu schauen.

Damit kommen wir für mich zum entscheidenden Punkt, denn es geht natürlich nicht darum, von heute an jeden gut gemeinten Rat mit einem lässigen „Ist mein Leben!“ abzubügeln. Das wäre genauso wenig hilfreich wie ständig auf die Zustimmung anderer zu warten.


Es lohnt sich durchaus, die eigenen Wünsche genauer anzuschauen und sich zu fragen, warum ich etwas möchte, was ich mir davon erhoffe und was sich dadurch in meinem Leben verändern würde. Welche Konsequenzen könnte meine Entscheidung haben, kann und möchte ich diese tragen und – vielleicht ist das sogar die schönste Frage – was würde dadurch mehr Raum in meinem Leben bekommen?


Mehr Freude, mehr Ruhe, mehr Freiheit, mehr Verbindung, mehr Lebendigkeit, mehr Zeit oder einfach das Gefühl, wieder ein bisschen mehr Gestalterin meines eigenen Lebens zu sein? Wenn ich darauf eine Antwort finde, brauche ich möglicherweise gar keine zehn Argumente mehr für die Menschen um mich herum, denn dann weiß zumindest ich, warum ich losgehen möchte.


Veränderung muss nicht gleich das ganze Leben auf den Kopf stellen


Wenn wir von Veränderung sprechen, denken wir schnell an die großen Geschichten: Trennung, Kündigung, Umzug, Auswandern oder kompletter Neuanfang. Dabei beginnt vieles wesentlich unspektakulärer.


Vielleicht möchtest du wieder häufiger Menschen treffen, die dir guttun, und wartest nicht mehr darauf, dass jemand anderes anruft. Oder du möchtest endlich einen Kurs besuchen, der dich seit Monaten interessiert, mehr Zeit für dich haben, wieder Sport machen, ein Wochenende alleine wegfahren, etwas lernen oder ein Projekt beginnen, von dem bisher nur du weißt.


Es muss nicht immer gleich ein neues Leben her. Manchmal reicht zunächst ein neuer Schritt im alten, und dann darfst du beobachten, was passiert.


Rückblickend müssen wir längst nicht mehr alles erklären


Beim Schreiben meines Buches „Die Löwin auf der Bettkante“ habe ich mich zwangsläufig noch einmal mit Entscheidungen und Lebensphasen beschäftigt, die schon lange hinter mir liegen, und dabei ist mir etwas aufgefallen: Rückblickend muss ich längst nicht mehr jede Entscheidung erklären.


Manche würde ich heute anders treffen, andere genauso wieder, und bei einigen weiß ich inzwischen, dass sie für andere Menschen wahrscheinlich nie vollkommen nachvollziehbar sein werden. Das müssen sie auch nicht, denn sie gehören zu meinem Weg und haben ihren Teil dazu beigetragen, dass ich heute die Frau bin, die ich bin.

Und das ist eine der Freiheiten, die mit den Jahren kommen darf: nicht mehr für jede Abzweigung im eigenen Leben nachträglich eine Verteidigungsrede halten zu müssen.


Eine kleine Seelenzeit für dich


Gibt es gerade etwas, das du gerne verändern würdest? Noch nichts Riesiges, sondern möglicherweise nur einen Gedanken, der immer wieder auftaucht und den du bisher ziemlich schnell zur Seite schiebst. Dann frag dich einmal nicht zuerst, was andere dazu sagen würden, sondern was du dir eigentlich wünschst. Was würde dadurch in deinem Leben mehr Raum bekommen, was hält dich bisher davon ab und was wäre ein erster kleiner Schritt, den du gehen könntest?


Du musst heute noch nicht wissen, wohin der ganze Weg führt, aber du musst auch nicht länger darauf warten, dass jemand anderes dir bestätigt, dass du ihn gehen darfst.

Wenn du beim Nachdenken merkst, dass du dich mit deinen eigenen Antworten im Kreis drehst oder gar nicht mehr so genau weißt, was du eigentlich möchtest, darfst du dir Unterstützung holen. Nicht damit dir jemand sagt, welche Entscheidung die richtige ist, sondern damit du einen Raum hast, in dem du deine Gedanken sortieren und deine eigenen Antworten wieder besser hören kannst.


Genau SO verstehe ich Begleitung.


Wenn du magst, schreib mir gerne persönlich oder buch dir direkt einen unverbindlichen Gesprächsmoment mit mir.


Mein Buch „Die Löwin auf der Bettkante“ ist vor wenigen Tagen erschienen. Darin erzähle ich auch von Entscheidungen, Erfahrungen und Lebensphasen, die mich geprägt haben – nicht als Anleitung dafür, wie ein Leben richtig gelebt wird, sondern als Einladung, vielleicht einmal mit anderen Augen auf das eigene zu schauen.

Denn am Ende müssen wir nicht alle denselben Weg wählen.


Wir sollten nur irgendwann merken, ob der, auf dem wir gerade laufen, noch unser eigener ist.

Fühl dich gedrückt.


Gitti 💛


Noch ein kleiner Hinweis

Wenn du nach dem Lesen noch ein bisschen bei Herzsamkeit bleiben möchtest: Auf meiner neu gestalteten Webseite findest du inzwischen alles an einem Ort – meine persönlichen Begleitungen, meinen Newsletter mit Zugang zu meinem kostenlosen 25-seitigen E-Book, weitere Artikel aus meinem Blog Seelenzeit und natürlich auch mein Buch „Die Löwin auf der Bettkante“.


Schau dich gerne in Ruhe um und nimm dir das mit, was gerade zu dir und deinem Leben passt. → Herzsamkeit entdecken

 
 
 
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