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In der Dunkelheit Licht finden - Achtsamkeit und Freude in grauen Novembertagen

Aktualisiert: 28. Dez. 2024



Frau steht am Fenster
Novembertag am Fenster

Der November hat für mich seit jeher eine besondere Bedeutung. Schon in meiner Kindheit lernte ich, dass der November ein grauer und trauriger Monat ist. Die Gefühle meines Vaters erreichten definitiv in diesem Monat ihren Höhepunkt (zumindest aus meiner Sicht). Meistens zog sich diese Melancholie bis zu seinem Geburtstag kurz vor Weihnachten hin. Sozusagen „Wetter draußen grau und drinnen in der Wohnung traurig“. Es wurde früh dunkel, die Hektik der Vorweihnachtszeit stand bevor, und von Freude war oft nur selten eine Spur.

Auch heute mag ich die dunkle Jahreszeit nicht besonders, aber ich habe gelernt, sie anzunehmen und es mir in dieser Zeit besonders gemütlich zu machen. Schon als meine Kinder klein waren, liebte ich es, das Haus nach und nach zu dekorieren und überall kleine Lämpchen anzubringen. Hier eine Girlande auf der Treppe, dort ein paar bunte Lichter und Kerzenhalter auf den Tischen, und das Knistern des Kaminfeuers im Hintergrund... einfach herrlich! Die Gemütlichkeit zog ein, und die Deckenfluter blieben aus. Ich habe es geliebt!


Heutzutage sind meine Dekorationen schlichter. Die Kinder sind nicht mehr im Haus, und ich bin unterdessen auch äußerlich so „aufgeräumt“ wie innerlich. Dennoch schaffe ich mir Gemütlichkeit in meinem Zuhause. Ich räume auf, verteile Kerzen, stelle hier und da einen kleinen Blumenstrauß hin, lege eine schöne Tischdecke auf und schmücke den Balkon mit einer Lichterkette. Und wie damals bleiben die Deckenfluter aus. 😊


Momente der Verbundenheit mit Freunden

Diese Zeit ist auch perfekt, um sich mit Freunden zu treffen, bevor die hektische Weihnachtszeit beginnt. Gemütliche Abende mit gutem Essen und tiefen Gesprächen, dazu eine heiße Tasse Tee oder ein Glas Wein – das sind die kostbaren Momente im November. Sie geben uns die Möglichkeit, zusammen zu sein, uns auszutauschen und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Achtsame Momente mit Freunden schenken uns in dieser dunklen Jahreszeit Freude und Leichtigkeit.


Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit

Natürlich weckt der November auch eine Sehnsucht nach Liebe und Verbundenheit – schließlich steht das „Fest der Liebe“ vor der Tür, und wir alle sehnen uns nach Nähe und Geborgenheit. Doch wie schenkt man sich selbst diese Liebe, wenn man sie nicht mit einem Partner oder einer Familie teilt? Dazu habe ich eine kleine achtsame Übung für dich.....


Achtsame Übung für Momente der Selbstliebe

Schließe für einen Moment die Augen und lege die Arme um dich selbst – wie eine kleine Selbstumarmung. Atme tief ein und aus und spüre die Wärme deiner eigenen Hände. Erinnere dich daran, dass du dir selbst ein Anker der Geborgenheit sein kannst. Sage dir innerlich einen liebevollen Satz wie: „Ich bin für mich da. Ich schenke mir Geborgenheit und Liebe.“ Nimm diesen Moment bewusst wahr und spüre die Ruhe, die dich umgibt.


Selbstfürsorge-Rituale als Lichtquelle

Selbstfürsorge und kleine Rituale können die grauen Tage des Novembers in Anker der Freude verwandeln. Das können ganz einfache Dinge sein wie:

  • Sich-Zeit-nehmen für ein schönes Buch,

  • ein heißes Bad bei Kerzenlicht,

  • eine heiße Tasse Tee oder ein Glas Wein an deinem Lieblingsort, eingekuschelt in eine weiche Decke,

  • oder ein nett gedeckter Tisch mit einem liebevoll gekochten Gericht.


All diese kleinen Freuden können dir in grauen Novembertagen ein Lichtblick sein. Probiere es einfach mal aus!


Probier-Rezept:

Winterliche „Heiße Tasse“ mit Kürbis und Apfel

Für einen gemütlichen Moment in deinem Tag.

Zutaten (für 1 Person):

  • 100 g Kürbis (z. B. Hokkaido), in kleine Stücke geschnitten

  • 1/2 Apfel, geschält und gewürfelt

  • 200 ml Wasser oder Apfelsaft (für mehr Süße)

  • 50 ml Kokosmilch (optional für Cremigkeit)

  • 1 TL Honig oder Ahornsirup

  • 1 Prise Zimt

  • Optional: Ein Stück frischer Ingwer (ca. 1 cm) für extra Wärme


Zubereitung:

  1. Kürbis und Apfel kochen: In einem kleinen Topf Kürbis und Apfelstücke mit Wasser (oder Apfelsaft) und Kokosmilch auf mittlerer Hitze etwa 10–15 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist.

  2. Aromatisieren und pürieren: Zimt und den Honig (oder Ahornsirup) dazugeben. Optional auch den Ingwer mitkochen, um der Tasse eine würzige Note zu verleihen. Die Mischung mit einem Stabmixer pürieren, bis sie cremig ist. Falls es zu dick ist, noch etwas Wasser hinzufügen.

  3. Servieren: Die „Heiße Tasse“ in ein Glas oder eine Tasse gießen und nach Belieben mit einer Prise Zimt bestreuen.



Lass dir diese Novembertage eine Erinnerung daran sein, dass es auch in der Dunkelheit Licht gibt – in Form von kleinen, achtsamen Momenten und Ritualen, die uns Kraft schenken. Diese kleinen Freuden helfen uns, uns selbst nahe zu sein und die grauen Tage in eine Zeit der Wärme und Verbundenheit zu verwandeln.

 
 
 

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